"LSW" - Der Verband für alle Spielleute in Bayern

Angebote für Kurse und Workshops unter "Lehrgänge"


 

LandesverbandsorchesterMitte März fand die alljährliche Vollversammlung des Landesverbands für Spielmannswesen in Bayern statt. In diesem Jahr trafen sich die Abgeordneten aus den Mitgliedsvereinen in den neuen Übungsräumen des Spielmanns- und Fanfarenzugs »Grenzfähnlein« Furth im Wald.

Sechs Vereine hatten ihre Vertreter nach Furth im Wald geschickt. Nach der Besichtigung der »Drachenhöhle« und musikalischer Begrüßung durch die Fanfaren des »Grenzfähnleins« begann die Versammlung. Nach dem Totengedenken der verstorbenen Mitglieder, insbesondere des kürzlich verstorbenen ehemaligen LSW-Vorstands Bruno Eisemann, begrüßte die LSW-Vorsitzende Gabi Schweiger die Versammlungsteilnehmer und berichtete von ihren Aufgaben im zurückliegenden Jahr: Sie nahm an etlichen Sitzungen des Bayerischen Blasmusikverbands und diversen Musikausschusssitzungen teil. Termine im Landtag wurden ebenfalls wahrgenommen. Außerdem berichtete sie von vielen Telefonaten mit Wertungsrichtern, Verbandsvertretern und Vereinen. Gabi Schweiger betonte, die Kontaktpflege innerhalb der Spielmannszug-Familie sei ihr sehr wichtig. Es sei unerlässlich, stets in einem guten und persönlichen Austausch zu bleiben.

Die entschuldigte Geschäftsführerin Karin Sponner wurde von der stellvertretenden Vorsitzenden Maria Karnick vertreten. Frau Karnick informierte über die 22 Mitgliedsvereine mit insgesamt 41 Ensembles. Der LSW Bayern ist die Heimat für 1239 aktive Spieler, wovon 374 minderjährig sind. Im Jahr 2025 fanden sieben Online-Vorstandssitzungen statt, dazu kamen fünf Online-Sitzungen des Arbeitskreises für die Bayerische Meisterschaft in Neubrunn. An die »Fränkischen Herolde Neubrunn« erging nochmals ein großer Dank für die Ausrichtung der Meisterschaft.

Ein großer finanzieller Posten, der aber auch mit viel Arbeitsaufwandverbunden war, war die Bewilligung und Auszahlung der Fördermittel an die Vereine. Mit Fahrtkosten und Beteiligung an Instrumenten, zahlte der LSW Fördergelder in Höhe von 35 000 Euro an seine Mitglieder aus.

Im Anschluss folgten die Berichte der Landesschulungswarte. Toni Urbanski gab einen Rückblick auf die durchgeführten Kurse, Workshops und Onlineangebote. Der LSW Bayern hat hier jedes Jahr ein buntes und vielfältiges Angebot. Auch für 2026 ist einiges geplant. Der LSW Bayern freut sich Urbanski zufolge auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Infos zu allen Veranstaltungen sind auf der Webseite des LSW Bayern abrufbar.

Ein großer Punkt der Sitzung war die Nachbesprechung der Deutschen Meisterschaft im Rahmen des Deutschen Musikfests in Ulm und Neu-Ulm, der Bayrischen Meisterschaft in Neubrunn und der 50-Jahr-Feier des LSW Bayern. Dabei wurden schöne Momente in Erinnerung gerufen, Verbesserungsvorschläge angesprochen und Kritik ernst genommen.
Herrmann Dirscherl informierte über das Thema Wertungsbögen sowie eventuelle Änderungen und Anpassungen an den Bayrischen Blasmusikverband.
Bereits jetzt ist der LSW Bayern wieder auf der Suche nach einem Ausrichter für die nächste Bayerische Meisterschaft, die 2027 stattfinden soll. Erste Interessenten gibt es schon, weitere interessierte Vereine dürfen sich gern beim stellvertretenden LSW Vorsitzenden Christian Staudner melden.
Kassier Manfred Sigl gab einen detaillierten Kassenbericht ab. Einnahmen und Ausgaben wurden ordentlich geführt und die Kassenprüfer stellten keine Beanstandung fest. Der Kassier und die Vorstandschaft wurden einstimmig entlastet.

Gegen Ende der Sitzung wurde es noch einmal ernst: Gabi Schweiger bat um eine offene Diskussionsrunde, in der positives wie negatives Feedback offen angesprochen werden konnte, in der Hoffnung, den Verband wieder etwas voranzubringen. Schweiger meinte, es sei immer etwas schwierig, die Vereine zu erreichen und aus ihrer Komfortzone zu holen.

Im nächsten Jahr stehen beim LSW Bayern wieder Neuwahlen an, und einige Vorstandsmitglieder haben bereits angekündigt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Gabi Schweiger verdeutlichte den Delegierten, wie wichtig die Spielmannszug Familie ist, und bat jeden darum, sich Gedanken zu machen, wie der LSW Bayern zukunftsfähig bleiben kann. Ihr Appell lautete: »Wir suchen dich, hilf uns, dass der LSW weitergeht, und engagiere dich in der Vorstandschaft!« Nähere Informationen zu diesem Thema werden noch an die Vereine verschickt. Der LSW-Vorstand hofft auf positive Reaktionen.

Die nächste Delegiertenversammlung findet am 20. Februar 2027 in den Übungsräumen der Marching Band des TSV Lauf statt. Mit dieser Ankündigung und mit den Worten »Schee war’s mit eich!« beendete Gabi Schweiger die Versammlung und man ging zum gemütlichen Teil über.
(Maria Maier)